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SUMMARY:18.6.2026: Buchpräsentation «Kampfzone Ossola» in Langenthal
DESCRIPTION:Ein vergessenes Kapitel des Zweiten Weltkriegs – vor der Haustür der Schweiz \nAm Donnerstag\, 18. Juni 2026\, um 19:30 Uhr präsentieren die Historiker Raphael Rues und Andrej Abplanalp ihr vielbeachtetes Buch «Kampfzone Ossola – Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945» in der Buchhandlung Lüthy Bader\, Marktgasse 18\, Langenthal. \n \nEin Krieg vor der Landesgrenze. Im Herbst 1944 entstand nur wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt eine freie Partisanenrepublik. 40 Tage lang hielt die Repubblica dell’Ossola der deutschen Wehrmacht und den italienischen Faschisten stand. Die Schweiz war dabei alles andere als ein unbeteiligter Zaungast: Tessiner und Walliser schmuggelten Medikamente und Waffen\, versteckten Verfolgte und kämpften teils in den Reihen des Widerstands. Dafür riskierten sie Strafen\, Gefängnisstrafen – und manchmal ihr Leben. \n \nObwohl diese Ereignisse buchstäblich vor der Haustür der Schweiz stattfanden\, sind sie in der Deutschschweiz bis heute kaum bekannt. Das 190-seitige Buch\, erschienen im Verlag Hier & Jetzt\, schliesst diese Lücke: Es entwirrt das komplexe Geflecht zwischen italienischen Partisanen\, deutschen Besatzern\, faschistischen Milizen und den zunehmend involvierten Schweizer Behörden in den Jahren 1943 bis 1945 – dokumentiert mit rund 60 Abbildungen und Karten. \nIn Gelb: die Region Ossola\, eingekesselt zwischen den Kantonen Tessin und Wallis. Zwischen 1943 und 1945 starben mindestens 2000 Zivilisten\, Partisanen und Faschisten in dieser Alpenregion.\nHochaktuelle politische Dimension. Das Buch erscheint zu einem historisch bedeutsamen Moment: Im Frühjahr 2026 behandeln die eidgenössischen Räte die Rehabilitierung jener Schweizerinnen und Schweizer\, die im Zweiten Weltkrieg an der Seite der Resistenza gegen den Faschismus kämpften und dafür als Landesverräter verurteilt wurden. «Kampfzone Ossola» liefert die historischen Fakten zu dieser längst überfälligen Debatte.\nDas Buch erreichte kurz nach Erscheinen Platz 7 der Schweizer Sachbuch-Bestsellerliste und wurde in NZZ\, NZZ am Sonntag\, WOZ\, SRF und RSI besprochen. \nDie Autoren\nAndrej Abplanalp (1970) hat in Domodossola gelebt und zur Partisanenrepublik geforscht. Heute ist er Kommunikationschef beim Schweizerischen Nationalmuseum.\nDr. phil. Raphael Rues (1967) ist Tessiner Historiker. Er forscht seit Jahren zur Geschichte des Tessins und zu den deutsch-faschistischen Beziehungen im Zweiten Weltkrieg. \nVeranstaltungsdetails:\nDonnerstag\, 18. Juni 2026 · 19:30 Uhr\nLüthy Bader Langenthal · Marktgasse 18 · 4900 Langenthal\nEintritt CHF 15.– / CHF 10.– mit Greencard · Anmeldung erbeten\nTel. 062 390 70 10 · langenthal@buchhaus.ch \nRaphael Rues und Andrej Abplanalp: «Kampfzone Ossola – Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945»\, Verlag Hier & Jetzt\, 184 Seiten\, CHF 29.–\, ISBN 978-3-03919-666-1 – Weitere Informationen: www.kampfzoneossola.ch \nMindestens 1500 Flüchtlinge – Kinder aus Partisanenfamilien\, ohne Begleitung ihrer Eltern – wurden beim Zusammenbruch der Partisanenrepublik Ossola (20. Oktober 1944) in die Schweiz geschickt. Die meisten waren bereits seit Monaten unterernährt.
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SUMMARY:19.6.2026 Deutschschweizer Premiere: «Armandos Erinnerungen – Bagni di Craveggia»
DESCRIPTION:Deutschschweizer Premiere: «Armandos Erinnerungen – Bagni di Craveggia»\nDokumentarfilm\, Buchpräsentation und Partisanenlieder in Appenzell \nAm Freitag\, 19. Juni 2026\, um 19:30 Uhr findet im Foyer Dal Cappuccino des Gymnasiums Appenzell die Deutschschweizer Premiere des Dokumentarfilms «Armandos Erinnerungen – Bagni di Craveggia» statt. \nArmando Ghisalberti (1923) während der Dreharbeiten. Rechts die Ortschaft Spruga (Onsernonetal). Bilder: Noël Koller\nDer Film dokumentiert die Erinnerungen von Armando Ghisalberti an die Kriegsereignisse rund um die Bagni di Craveggia im Oktober 1944. Armando berichtet aus erster Hand über seinen Militärdienst und die Rettung zahlreicher Zivilisten und Partisanen an der Schweizer Grenze – ein eindrückliches Zeitzeugnis gegen das Vergessen. \nArmando Ghisalberti ist einer der letzten Zeugen der Kriegsmobilmachung 1939–1945. Mit 103 Jahren noch rüstig und ein gefragter Zeitzeuge. Bild: Insubrica Historica\nDer Abend wird durch weitere Programmpunkte bereichert: Raphael Rues präsentiert sein Buch «Kampfzone Ossola»\, das die deutsch-faschistischen Operationen und den Partisanenwiderstand im Ossolatal und am Lago Maggiore 1943–1945 beleuchtet. Hans Fässler gestaltet den Abend musikalisch mit Partisanenliedern. Im Anschluss lädt ein Apéro zum Austausch ein. \n \nAnwesend sein werden Martin Pfister (Produzent) und Noël Koller (Regie).\nProgramm im Überblick: \n\nDeutschschweizer Premiere: Dokumentarfilm «Armandos Erinnerungen – Bagni di Craveggia»\nBuchpräsentation «Kampfzone Ossola» von Raphael Rues\nPartisanenlieder gesungen von Hans Fässler\nAnschliessender Apéro\n\nDatum: Freitag\, 19. Juni 2026\, 19:30 Uhr\nOrt: Foyer Dal Cappuccino\, Gymnasium Appenzell\nDer Eintritt ist frei \nKontakt für Medienanfragen:\nMartin Pfister m-pfi [at] bluewin.ch \nProduzent: Martin Pfister lernte im Sommer 2025 als Co-Präsident der SP Appenzell Innerrhoden während einer Exkursion der Gruppe «Alpensozis» (SP-Gruppe Berggebiete) im Onsernonetal Armando Ghisalberti kennengelernt. Dessen Schilderungen der Erlebnisse während den Kriegswirren im Oktober 1944 bei den Bagni di Craveggia waren Martin Pfisters Motivation\, dieses bedeutende Zeitzeugnis für Widerstandskraft\, Besonnenheit und Solidarität zu dokumentieren. \nRegisseur: Der St. Galler Filmemacher Noël Koller\, ursprünglich aus Herisau\, arbeitet bewusst abseits kommerzieller Strukturen. Mit seiner Produktionsfirma widmet er sich vor allem unabhängigen Projekten – getragen von inhaltlicher Überzeugung. Für Noël war es eine ebenso inspirierende wie berührende Erfahrung\, einen über 102-jährigen Mann zu interviewen\, der geistig noch aussergewöhnlich präsent ist und das Weltgeschehen aufmerksam verfolgt. Das Gespräch entwickelte sich dabei ganz natürlich\, Armando brachte seine Erinnerungen und Emotionen offen und ungefiltert ein\, ohne dass es besonderer Impulse bedurfte. Den Film versteht er als Mahnmal gegen das Vergessen und als Aufforderung\, aktuelle Entwicklungen in der Weltpolitik kritisch zu reflektieren – und sich an die Menschlichkeit in jedem von uns zu erinnern.
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