Am Montag, 26. Oktober 2026, um 18.30 Uhr stellen die Historiker Andrej Abplanalp und Raphael Rues ihr Buch «Kampfzone Ossola. Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945» im Copi in Winterthur vor. Das Copi, die Cooperativa Gusto e Cultura an der Museumstrasse 74, ist eine Kulturbegegnungsstätte und Bar, die regelmässig historische und politische Veranstaltungen zur italienischen Migration und Geschichte durchführt. Die Buchvorstellung ist Teil dieses Programms.
Das Buch «Kampfzone Ossola»
«Kampfzone Ossola» beleuchtet den antifaschistischen Widerstand im italienischen Ossolagebiet rund um Domodossola sowie die Rolle und das ambivalente Verhältnis der Schweizer Behörden und Grenzbesatzungen in den Jahren 1943 bis 1945. Das Buch thematisiert dabei die kurzlebige Partisanenrepublik im Herbst 1944 und schlägt eine Brücke zur politischen Debatte in der Schweiz über die Rehabilitierung jener Schweizer Freiwilligen, die im Nachbarland gegen den Faschismus kämpften. Es ist im Hier und Jetzt Verlag erschienen, ISBN 978-3-03919-666-1.
Datum, Ort und Anmeldung
Die Veranstaltung findet im Copi statt, Museumstrasse 74, Winterthur. Weitere Angaben sind über cooperativagustoecultura.ch erhältlich.
Kampfzone Ossola: Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945
Das Buch «Kampfzone Ossola» beleuchtet die Rolle der Schweiz – insbesondere des Tessins und des Wallis – im Widerstandskampf an der Südgrenze während der letzten Kriegsjahre 1943–1945. Es zeigt, wie die Schweizer Neutralität in der Praxis weit mehr war als blosses Abseitsstehen: Durch die Aufnahme von Flüchtlingen und die Unterstützung der Partisanen im Ossolagebiet wurden Tausende Menschenleben gerettet. 80 Jahre danach schliesst das Werk eine Lücke in der Schweizer Geschichtsschreibung und liefert einen wichtigen Beitrag zur laufenden parlamentarischen Debatte um die Rehabilitierung jener Schweizerinnen und Schweizer, die den Widerstand in Norditalien unterstützten.

