Vorankündigung Buchvorstellung «Kampfzone Ossola» in Brig
Der Rotary Club Brig, gegründet am 31. Mai 1954, lädt am Montag, 19. Oktober 2026, um 18.00 Uhr zur Buchvorstellung «Kampfzone Ossola. Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945» in den Alfred Grünwald Saal in Brig ein. Im Anschluss sorgt der Club für einen Apéro.
Die Historiker Andrej Abplanalp und Raphael Rues stellen an diesem Abend ihr Buch vor. Im Mittelpunkt steht dabei das Oberwallis, das für die zwanzig Monate zwischen 1943 und 1945 von grosser Bedeutung war. Im Herbst 1943 flüchteten zahlreiche ehemalige alliierte Gefangene, die mehrheitlich über den Mattmark in die Schweiz gelangten. Ab Sommer 1944 folgten verschiedene deutsch-faschistische Operationen entlang der Walliser Grenze. Die Partisanenrepublik Ossola im Herbst 1944, mit Nationalrat Karl Dellberg als prominentem Unterstützer der Partisanen, die Flucht zahlreicher Zivilisten über Gondo, als deutsche und faschistische Truppen die Ossola-Republik zurückeroberten, sowie die Rettung des Simplontunnels bilden weitere Schwerpunkte des Abends.

«Kampfzone Ossola» beleuchtet den antifaschistischen Widerstand im italienischen Ossolagebiet rund um Domodossola sowie die Rolle und das ambivalente Verhältnis der Schweizer Behörden und Grenzbesatzungen in den Jahren 1943 bis 1945. Das Buch thematisiert dabei die kurzlebige Partisanenrepublik im Herbst 1944 und schlägt eine Brücke zur politischen Debatte in der Schweiz über die Rehabilitierung jener Schweizer Freiwilligen, die im Nachbarland gegen den Faschismus kämpften. Es ist im Hier und Jetzt Verlag erschienen, ISBN 978-3-03919-666-1.
Weitere Angaben zu dieser Veranstaltung werden in den nächsten Tagen bekanntgegeben.
Kampfzone Ossola: Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945
Das Buch «Kampfzone Ossola» beleuchtet die Rolle der Schweiz – insbesondere des Tessins und des Wallis – im Widerstandskampf an der Südgrenze während der letzten Kriegsjahre 1943–1945. Es zeigt, wie die Schweizer Neutralität in der Praxis weit mehr war als blosses Abseitsstehen: Durch die Aufnahme von Flüchtlingen und die Unterstützung der Partisanen im Ossolagebiet wurden Tausende Menschenleben gerettet. 80 Jahre danach schliesst das Werk eine Lücke in der Schweizer Geschichtsschreibung und liefert einen wichtigen Beitrag zur laufenden parlamentarischen Debatte um die Rehabilitierung jener Schweizerinnen und Schweizer, die den Widerstand in Norditalien unterstützten.

