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Kampfzone Ossola: Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945

Das Buch «Kampfzone Ossola» beleuchtet die Rolle der Schweiz – insbesondere des Tessins und des Wallis – im Widerstandskampf an der Südgrenze während der letzten Kriegsjahre 1943–1945. Es zeigt, wie die Schweizer Neutralität in der Praxis weit mehr war als blosses Abseits­stehen: Durch die Aufnahme von Flüchtlingen und die Unterstützung der Partisanen im Ossolagebiet wurden Tausende Menschenleben gerettet. 80 Jahre danach schliesst das Werk eine Lücke in der Schweizer Geschichtsschreibung und liefert einen wichtigen Beitrag zur laufenden parlamentarischen Debatte um die Rehabilitierung jener Schweizerinnen und Schweizer, die den Widerstand in Norditalien unterstützten.

CHF29.00

Raphael Rues, Andrej Abplanalp Kampfzone Ossola Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945

Als gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die Kampfhandlungen die Schweizer Südgrenze erreichten und teilweise überschritten, wurden die Grenzkantone Tessin und Wallis zu entscheidenden Akteuren in einem Konflikt, der weit über ihre Landesgrenzen hinausreichte. Im Zentrum stand die Region rund um das Städtchen Domodossola, wo im Herbst 1944 kurzzeitig eine freie Partisanenrepublik entstand – in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schweiz.

Das Buch analysiert die besondere Rolle, die der Schweizer Neutralität in diesem Grenzkrieg zukam. Was offiziell als strikte Neutralitätspolitik galt, erwies sich in der Praxis als ein vielschichtiges Handeln, das Zehntausenden das Leben rettete: Ohne die Aufnahme von Flüchtlingen, die logistische Unterstützung und die humanitäre Hilfe aus der Schweiz – insbesondere aus dem Tessin – wären mindestens 10’000 Zivilisten und Partisanen inhaftiert, nach Deutschland deportiert oder getötet worden. 80 Jahre nach den Ereignissen ermöglicht diese Analyse einen klaren Standpunkt: Die Schweizer Grenzregionen leisteten einen bedeutenden Beitrag zum Widerstand in Norditalien.

Besonders das Tessin spielte eine zentrale Rolle. Tessiner Bürgerinnen und Bürger unterstützten die Partisanen im Ossolagebiet mit Nachschub, Informationen und Fluchtmöglichkeiten – oft unter erheblichem persönlichem Risiko. Auch der Kanton Wallis war als Grenzregion in die Dynamik des Konflikts eingebunden. Das Buch entwirrt das komplexe Geflecht zwischen italienischen Partisanen, deutsch-faschistischen Besatzern und den zunehmend involvierten Schweizer Behörden und Bevölkerungen in den Jahren 1943 bis 1945.

Das Werk leistet zugleich einen Beitrag zu einer aktuellen politischen Debatte: Die eidgenössischen Räte werden sich 2026 mit Schweizerinnen und Schweizern befassen, die fremde Widerstandsbewegungen wie die französische Résistance oder die italienische Resistenza unterstützt oder in deren Reihen gekämpft haben. Es ist an der Zeit, diese lange vergessene Geschichte auch in der Deutschschweiz sichtbar zu machen – und die Leistungen der Grenzkantone angemessen zu würdigen.

Der Tessiner Historiker Raphael Rues ist Spezialist für die Geschichte des Tessins und der deutsch-faschistischen Beziehungen während des Zweiten Weltkriegs. Andrej Abplanalp hat zur Partisanenrepublik Ossola geforscht und in Domodossola gelebt. Er ist heute Kommunikationschef des Schweizerischen Nationalmuseums.

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